Crossmediales Storytelling:
Eine Geschichte, viele Kanäle
Werbung überall gleich ausspielen? Funktioniert selten.
Als Unternehmer haben Sie im Alltag genug zu tun. Trotzdem müssen Sie sichtbar bleiben und gelegentlich Werbung schalten, um neue Aufträge zu gewinnen.
Oft läuft es so: Eine Werbebotschaft wird entwickelt, visuell aufbereitet — und anschließend auf allen Kanälen identisch ausgespielt. Gleicher Text, gleiches Bild, gleicher Aufbau. Das spart Zeit — kostet aber Wirkung. Denn jeder Kommunikationsweg hat seine eigenen Stärken und Schwächen und auch das Verhalten der Nutzer ist nicht überall gleich.
Was ist crossmediales Storytelling?
Beim crossmedialen Storytelling wird eine zentrale Botschaft oder Geschichte für eine Marke, ein Unternehmen oder ein Produkt über mehrere Medienkanäle hinweg ausgespielt. Der Kerninhalt bleibt dabei immer gleich, wird aber an Zielgruppe, Format und Besonderheiten des jeweiligen Mediums angepasst.
Mögliche Kanäle sind:
- Social-Media-Plattformen
- Printmedien wie Zeitungen, Flyer oder Plakate
- Fernsehen und Radio
- Podcasts
- die eigene Webseite
- Newsletter
Ein typisches Beispiel:
Ein Video wird erstellt. Das dafür entwickelte Skript lässt sich anschließend vielfältig weiterverwenden: als Blogartikel, Podcast oder als Grundlage für Social-Media-Beiträge. Aus einem Inhalt entstehen so mehrere Formate — kanalgerecht aufbereitet.
Das Ziel: eine konsistente, über unterschiedliche Kanäle hinweg wiedererkennbare Botschaft.
Warum spielt crossmediales Storytelling eine Rolle?
Menschen konsumieren Medien heute nicht mehr linear. Sie begegnen Marken an völlig unterschiedlichen Stellen — über Web- und KI-Suche, Social Media, Printwerbung, Podcasts und Videos.
Wer seine Botschaft überall exakt gleich ausspielt, verschenkt Potenzial. Inhalte wirken stärker, wenn sie an das jeweilige Medium angepasst sind und Nutzer dort abholen, wo sie sich gerade befinden.
Das Medium verstehen
Informieren Sie sich vorab über das Nutzerverhalten auf dem jeweiligen Kanal. Je nachdem, welche Medien Nutzer vorrangig konsumieren, unterscheiden sich ihre Erwartungen und Gewohnheiten.
Auswahl des richtigen Kontexts
Der Kontext entscheidet oft darüber, ob Werbung wahrgenommen wird oder untergeht.
Blumenwerbung in einem Automagazin würden Sie vermutlich ignorieren — außer Valentinstag steht bevor.
Umfeld, Zeitpunkt und Zielgruppe beeinflussen also stark, wie und ob eine Botschaft wirkt. Crossmediales Storytelling bedeutet deshalb auch, Inhalte dort zu platzieren, wo sie sinnvoll sind.
Blickführung
Jedes Medium lenkt Aufmerksamkeit anders. Auf einer Webseite führen Layout, Farben und Struktur den Blick der Nutzer gezielt durch Inhalte. In Printanzeigen entscheiden Bildkomposition, Größe und Platzierung darüber, was zuerst wahrgenommen wird. In sozialen Medien bestimmen Bewegung, Kontraste oder ungewöhnliche Motive, ob ein Beitrag Interesse weckt.
Wer crossmedial arbeitet, sollte sich fragen: Welche Information soll zuerst gesehen werden? Wie beeinflusst das Medium die präsentierten Inhalte? Was soll der Nutzer als Nächstes tun? Gute Blickführung animiert zur gewünschten Handlung.
Try & Error
Algorithmen, Plattformen und Nutzungsgewohnheiten ändern sich ständig. Deshalb gehört Testen dazu: unterschiedliche Formate ausprobieren, Varianten vergleichen und Ergebnisse auswerten.
Das gilt auch für Printmedien.
Die Aufmerksamkeitsspanne
Je nach Medium bleibt unterschiedlich viel Zeit, um Ihre potenziellen Kunden für sich zu gewinnen.
Wer eine Zeitung liest, setzt sich meist intensiver mit den Inhalten auseinander. Dadurch bleibt auch Raum für längere Texte, die mehr Hintergründe und Informationen vermitteln können.
In sozialen Medien dagegen entscheiden oft wenige Sekunden, ob Ihr Beitrag überhaupt wahrgenommen wird. Kurze Texte, klare Botschaften und Bewegung im Bild helfen dort, auch beim schnellen Scrollen aufzufallen.
Gibt es die optimale Textlänge?
Eine feste ideale Länge gibt es nicht. Entscheidend ist das Interesse der Zielgruppe.
Auch längere Texte werden gelesen, wenn sie klar strukturiert und relevant sind. In der Praxis werden jedoch oft nur Überschriften oder Schlüsselbegriffe überflogen. Wichtige Aussagen sollten daher gut sichtbar platziert sein.
Besonders auf mobilen Geräten werden Inhalte häufig nur kurz betrachtet oder schnell überblättert. Die wichtigsten Informationen gehören deshalb an den Anfang.
Fazit
Noch nie gab es so viele Möglichkeiten, Werbung zu platzieren wie heute. Potenzielle Kunden nutzen unterschiedliche Medien und erwarten Inhalte, die zu ihrem Nutzungskontext passen.
Da Menschen eher wiedererkennbaren Mustern als einzelnen Beiträgen vertrauen, hilft crossmediales Storytelling dabei, sichtbar und im Gedächtnis zu bleiben.
Das bedeutet nicht, auf jedem Kanal präsent sein zu müssen. Entscheidend ist die gezielte Auswahl der passenden Medien: abgestimmt auf Zielgruppe, Botschaft und Budget.
Sie möchten Ihre Botschaft über mehrere Kanäle hinweg wirkungsvoll vermitteln? Wir unterstützen Sie dabei, passende Medien auszuwählen und Ihre Kampagne strategisch umzusetzen.